Chem-Med

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Chem. Med. k. Bonbons


 

Eine kleine Gesundheitsinfo für Hundefreunde:

Ziemlich neu auf dem Markt ist DIE Tablette gegen Flöhe und Zecken.

Dieses Tierarzneimittel mit dem Wirkstoff Fluralaner …… tötet Flöhe und Zecken (Ixodes ricinus, Dermacentor reticulatus, D. variabilis) sofort und anhaltend über 12 Wochen; die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) sofort und anhaltend über 8 Wochen. Zwecks optimaler Flohkontrolle sollte die Behandlung daher alle 3 Monate erfolgen.

Soweit eine Herstellerinfo und vielleicht sagt der eine oder andere jetzt: Klasse, endlich ist mein Schatz geschützt. Und das passt doch auch gut in unsere medizingläubige Zeit, eine Tablette rein und alles ist gut.

Was ist davon WIRKLICH zu halten?

Wir erlauben uns mal eine kurze Betrachtung:

1. Eventuell haben wir eine andere Auffassung von dem Wort „sofort“. Im Sinne des Herstellers heißt sofort:

Die Parasiten müssen über eine Blutmahlzeit mit Fluralaner in Kontakt kommen, sprich am Wirt saugen. Flöhe werden dann innerhalb von 8 Stunden und Zecken innerhalb von 12 Stunden getötet. Sofort??

Lt. Duden bedeutet sofort: Ohne zeitliche Verzögerung; unverzüglich

Vermutlich meint der Hersteller aber gar nicht dieses sofort sondern ein anderes sofort! Klar, oder?

Für die Anwendung im Alltag heisst das aber:

Während der Nahrungsaufnahme der Parasiten auf dem Wirt „(…) kann ein Risiko der Übertragung von Krankheiten durch Parasiten nicht ausgeschlossen werden.“ Das sagt SOGAR der Hersteller. Wir sagen, Daumen runter.

2. Das Mittel hat keine abwehrende Wirkung, der Wirkstoff wird über die Magen- und Darmschleimhaut und anschließend über die Blutbahn im ganzen Körper des Hundes verteilt.

Falls das nicht klar genug rüber kommt, nochmal auf Deutsch und langsam: Das Mittel hat keinerlei Abwehreffekte gegen Flöhe und Zecken und bietet damit keinen Schutz vor Übertragung von Erregern!!

Eigentlich macht das Mittel also gar nicht das was es verspricht zu tun. Wir sagen, Daumen runter.

3. Wie auch bei Entwurmungsmitteln soll der Verbraucher auch hier davon ausgehen, dass der Wirkstoff nur für Parasiten giftig ist und für Hunde natürlich nicht.
Und bevor jetzt wieder einer der ganz Schlauen irgendwo schreibt, dass chemische Entwurmungsmittel oder auch das hier ganz und gar unschädlich für Hunde sind, weil …blablabla … das ist so wie zu behaupten: Wenn sie mit unserer neuen Dusche duschen werden sie nur sauber, aber nicht nass.

Im Klartext: Auch eine Giftbelastung des Gehirns mit Fluralaner kann bei Hunden nicht eindeutig ausgeschlossen werden: Und ja, das ist wissenschaftlich begründet und belegbar. Wir sagen, Daumen runter.

4. Der Wirkstoff verbleibt lange im Körper des Hundes. Das führt zu einer starken Anreicherung vorzugsweise im Fettgewebe, gefolgt von Leber, Nieren und Muskeln. Wir sagen, Daumen runter.

5. Wird die Anwendung, wie empfohlen, alle drei Monate wiederholt, könnten wir uns auch Ansammlungseffekte vorstellen, d.h. der Hund wird den Wirkstoff nie los, Leber und Niere sind dauerhaft belastet, längerfristige Leber- und Nierenschäden mit entsprechenden Symptomen und Krankheitserscheinungen wären die mögliche Folge. Wir sagen, Daumen runter.

Fazit: Das kommt bei uns schnell in die Ablage der „Dinge die die Welt nicht braucht“.

Persönliche Empfehlung: Pfoten weg. AUF JEDEN FALL FÜR UNSERE HUNDE.

Anmerkung:

Andere Stoffe aus der gleichen Wirkstoffgruppe, wie z.B. Valdecoxib sind seit 2005 nicht mehr zugelassen. Parecoxib wurde in der Schweiz aus Sicherheitsbedenken vom Markt genommen, in den USA hat dieses Medikament keine Zulassung. In Deutschland ist Parecoxib allerdings noch auf dem Markt. Kennzeichen D wie doof.

Schade, wenn man erst durch Schaden klug wird.

Ihr DDC-Labor wünscht frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel gute Gesundheitsentscheidungen für Hund und Mensch auch in 2015. Auf die Gesundheit.

(Wir danken dem DDC-Labor für den Artikel)

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(Auszüge nur mit schriftlicher Genehmigung)

CanisAlpha 29. Dezember 2014 Chem-Med,Gesunderhaltung Kommentare deaktiviert für Chem. Med. k. Bonbons

Chem. Med. k. Bonbons


 

Ganz aktuell aus dem DDC-Labor.

Eine Patientenbesitzerin deren Hund sich gerade in einer aktuellen Therapie befindet, wegen schwerer Hautprobleme, Entzündungen, Juckreiz, Allergien und tumorösen Problemchen ruft freudig an:

Ihre Tierärztin hat sich gemeldet, sie hätte ein ganz neues Medikament, welches man anstatt Kortison für die Hautprobleme einsetzen kann, weil es hat keine Nebenwirkungen und ist völlig unbedenklich und das ist so toll, sagte die Tierärztin.

Was die Ärztin als ohne Nebenwirkungen und völlig unbedenklich anpreist liest sich dann wie folgt:

Sehr häufige Nebenwirkungen sind:

– Durchfall (Diarrhö), Erbrechen und Appetitlosigkeit.

– …….. darf bei Hunden, die Symptome einer Immunsuppression oder
progressiven Krebserkrankung zeigen, nicht angewendet werden.

– …….. darf bei Hunden, die jünger als ein Jahr sind oder weniger als 3
kg wiegen, nicht angewendet werden.

Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit ………. berichteten Nebenwirkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Da haben wir offenbar eine grundverschieden Auffassung zum Thema „Keine Nebenwirkungen und völlig unbedenklich“.

Auf die Kontraindikation bei Krebserkrankungen wollen wir beim vorliegenden Fall erst gar nicht weiter eingehen.

Was lernen wir daraus:

Chemische Medikamente sind keine Bonbons. Bleiben sie also aufmerksam und glauben sie nicht alles. Lassen sie sich immer sagen wie das Medikament heißt, lesen sie zumindest den Beipackzettel oder recherchieren sie einfach selbst.

Möchten sie gerne alternative und chemiefreie Medikamente? Möchten sie wissen ob bestehende Medikamente passen oder nicht? Oder wollen sie generell Medikamente überprüft/zusammengestellt haben, dann folgen sie diesem Link. Ihr Hund muss dafür nicht persönlich vor Ort sein. Eine bestimmte Probe, die sie selbst entnehmen können, reicht. Keine Angst, das geht ganz einfach.

Sonnige Grüße.

Ihr DDC-Team

Einen älteren Beitrag zum Thema „Medikamente sind keine Bonbons“ finden sie hier.

(Wir danken mal wieder dem DDC-Labor-Team)

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CanisAlpha 21. Juli 2014 Chem-Med,Gesunderhaltung Kommentare deaktiviert für Chem. Med. k. Bonbons

Chemische Medikamente sind keine Bonbons

7. Thema für Hunde: Chemische Medikamente sind keine Bonbons

Hätten sie das gewusst? Medikamentennebenwirkungen sind bei Menschen bereits die dritthäufigste Todesursache, Tendenz weiter steigend. Ein Thema über das kaum berichtet wird, klar, das wäre auch schlechtes Marketing.

Und bei Hunden?

Bei Hunden ist das (leider) nicht anders, auch hier wird unnötig krank behandelt oder gestorben, aber gerne weiter verharmlost.

Fallbeispiel 1:

Ein bis dahin topfitter Hund hat plötzlich Schmerzen in einem seiner Beinchen. Die Besitzer umgehend zum Tierarzt, der natürlich nichts Besseres weiss, als sofort Schmerzmittel einzusetzen. Nun hat Hund keine Schmerzen mehr, dafür geht es ihm jetzt, gelinde gesagt, gar nicht mehr gut. Wir wollen auf Details gar nicht weiter eingehen, weil uns dafür die Worte fehlen. Der Anruf kam gerade erst gestern, auf Empfehlung einer Patientin.

Noch ein Beispiel für den Fall sie glauben es geht nicht noch schlimmer (gleiches Schmerzmittel, anderer Hund).

Fallbeispiel 2:

Eine Hündin wurde auf Grund einer Verletzung/Kreuzbandriss operiert. Nach dem operativen Eingriff wurden mehrere Medikamente verordnet, unter anderem ein sehr bekanntes Schmerzmittel. Elf Tage nach der Operation hatte die Hündin Symptome die man als eine Schmerzmittel-Vergiftung bezeichnet.

Es wurde empfohlen, die Hündin in der Klinik zu lassen und dass sie sich innerhalb von drei bis sieben Tagen wieder von der Vergiftung erholt haben sollte.

Doch letztendlich war sie 13 Tage in der Klinik und litt weiter, berichteten die Halter. Wochen später versagte ihre Leber und sie verstarb.

Die Hundehalter verklagten den Hersteller. Dieser einigte sich mit den Haltern auf eine Vergleichszahlung(!!!).

Das ist die übliche Vorgehensweise Taktik, nur zugeben was man wirklich nicht mehr bestreiten kann und dann ja keine Gerichtsverhandlung und/oder Öffentlichkeit.

Fazit:

Wir würden uns wünschen, dass es in den Köpfen der Menschen und vor allem der Ärzte endlich ankommt: Chemische Medikamente sind keine Bonbons. Sie sind, wie oben bereits geschrieben, die dritthäufigste Todesursache.

Leider bekommen wir das im Labor fast täglich mit, das ist so schade für die armen Hunde, die sich dagegen nicht wehren können.

Hinweis in eigener Sache:

Auch in der Behandlung von Entzündungen, Fieber und in der Schmerztherapie gibt es reichlich Alternativen! Fragen sie uns, wenn sie möchtet.

Euer DDC-Labor Team

(Wir von CanisAlpha sagen mal wieder vielen Dank an das ganze DDC-Team für die tolle Arbeit und den Artikel)

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(Auszüge nur mit schriftlicher Genehmigung)

admin 3. Juni 2013 Chem-Med,Gesunderhaltung Kommentare deaktiviert für Chemische Medikamente sind keine Bonbons